Waldorf-ABC

Welche Begriffe fehlen noch (Ihre Anregung):

A

Arbeitsgemeinschaft (ArGe)

Die Freien Waldorfschulen in Deutschland sind auf Landesebene zu Landesarbeitsgemeinschaften LAGs zusammengeschlossen. Zu den Aufgaben gehören die gegenseitige Wahrnehmung, der Austausch über pädagogische Fragen, die Willensbildung in Bezug auf die Lehrerbildung, die Bewältigung gemeinsamer Aufgaben. die politischen Verhandlungen, die Beurteilung und Genehmigung von Schulgründungen sowie die Öffentlichkeitsarbeit und Außenvertretung. Je zwei Delegierte einer Schule besuchen die monatlich stattfindende Konferenz der Arbeitsgemeinschaft (kurz ArGe).

B

Bund der Freien Waldorfschulen

Im Bund der Freien Waldorfschulen sind alle Waldorfschulen in Deutschland zusammengeschlossen. Die Aufgaben entsprechen denen der Arbeitsgemeinschaft, jedoch auf einem übergreifenden Niveau, das alle Schulen in Deutschland betrifft. Der Bund schützt das Namensrecht „Waldorf…“.

C

Christengemeinschaft

Die Christengemeinschaft ist eine christliche Kirche, die sich als von der Anthroposophie inspirierte, aber selbständige Kultusgemeinschaft versteht. Sie wurde im September 1922 in Dornach (Schweiz) von einer Gruppe von Theologen meist evangelischer Herkunft unter der Leitung von Friedrich Rittelmeyer und mit Hilfe von Rudolf Steiner gegründet.

Die Christengemeinschaft ist eine Religionsgemeinschaft, die in 32 Ländern vertreten ist und weltweit etwa 35.000 Mitglieder hat.

In Deutschland gibt es etwa 140 Gemeinden, in der Schweiz 14, in Österreich 6. Es existieren heute Gemeinden in allen fünf Erdteilen. Für die Christengemeinschaft zählen nur Erwachsene als Mitglieder, die in jedem Fall selbständig beitreten müssen, nicht hingegen die getauften Kinder.

Seit 1933 besteht in Stuttgart ein Priesterseminar, seit 2001 eines in Hamburg,

D

Delegierte

Jede Schule kann Personen aus ihrer Mitte für schulübergreifende Aufgaben (Interessenvertretung) delegieren. Delegiert werden können Vertreter z.B. in den Landeselternrat, den Bundeselternrat, die Konferenz der Arbeitsgemeinschaft und die Delegiertentagung.

E

Eurythmie

Die Eurythmie (altgr. eu "gut" rythmos "Rhythmus", also etwa "schöne Bewegung") ist eine expressive Tanzkunst, die Anfang des 20. Jahrhunderts (zwischen 1908 und 1925) in Deutschland und der Schweiz auf Anregung von Rudolf Steiner, dem Begründer der Anthroposophie, entstand. Äußerlich ähnelt sie entfernt dem klassischen Ballett, sie wird aber im Allgemeinen weniger artistisch und körperbetont inszeniert. Eurythmie wird als eigenständige Darstellende Kunst, aber auch als Teil von Bühneninszenierungen betrieben. Kombiniert mit alternativmedizinischem Fachwissen wird sie von Anthroposophen auch therapeutisch angewendet. An Waldorfschulen ist Eurythmie ein reguläres Pflichtfach. In Deutschland besteht seit dem Jahr 2006 auf der Alanus Hochschule in Alfter ein offizieller, international akkreditierter akademischer Lehrstuhl für Eurythmie.

Die Eurythmie (altgr. εὖ eu „gut“, „richtig“ und ῥυθμὀς rythmosRhythmus“, also etwa „Gleich- und Ebenmaß in der Bewegung“ oder „schöne Bewegung“) ist eine expressive Tanzkunst, die Anfang des 20. Jahrhunderts (zwischen 1908 und 1925) in Deutschland und der Schweiz auf Anregung von Rudolf Steiner, dem Begründer der Anthroposophie, entstand. Äußerlich ähnelt sie entfernt dem klassischen Ballett, sie wird aber im Allgemeinen weniger artistisch und körperbetont inszeniert. Eurythmie wird als eigenständige Darstellende Kunst, aber auch als Teil von Bühneninszenierungen betrieben. Kombiniert mit alternativmedizinischem Fachwissen wird sie von Anthroposophen auch therapeutisch angewendet. An Waldorfschulen ist Eurythmie ein reguläres Pflichtfach. In Deutschland besteht seit dem Jahr 2006 auf der Alanus Hochschule in Alfter ein offizieller, international akkreditierter akademischer Lehrstuhl für Eurythmie.Die Eurythmie (altgr. eu "gut" rythmos "Rhythmus", also etwa "schöne Bewegung") ist eine expressive Tanzkunst, die Anfang des 20. Jahrhunderts (zwischen 1908 und 1925) in Deutschland und der Schweiz auf Anregung von Rudolf Steiner, dem Begründer der Anthroposophie, entstand. Äußerlich ähnelt sie entfernt dem klassischen Ballett, sie wird aber im Allgemeinen weniger artistisch und körperbetont inszeniert. Eurythmie wird als eigenständige Darstellende Kunst, aber auch als Teil von Bühneninszenierungen betrieben. Kombiniert mit alternativmedizinischem Fachwissen wird sie von Anthroposophen auch therapeutisch angewendet. An Waldorfschulen ist Eurythmie ein reguläres Pflichtfach. In Deutschland besteht seit dem Jahr 2006 auf der Alanus Hochschule in Alfter ein offizieller, international akkreditierter akademischer Lehrstuhl für Eurythmie.Die Eurythmie (altgr. eu "gut" rythmos "Rhythmus", also etwa "schöne Bewegung") ist eine expressive Tanzkunst, die Anfang des 20. Jahrhunderts (zwischen 1908 und 1925) in Deutschland und der Schweiz auf Anregung von Rudolf Steiner, dem Begründer der Anthroposophie, entstand. Äußerlich ähnelt sie entfernt dem klassischen Ballett, sie wird aber im Allgemeinen weniger artistisch und körperbetont inszeniert. Eurythmie wird als eigenständige Darstellende Kunst, aber auch als Teil von Bühneninszenierungen betrieben. Kombiniert mit alternativmedizinischem Fachwissen wird sie von Anthroposophen auch therapeutisch angewendet. An Waldorfschulen ist Eurythmie ein reguläres Pflichtfach. In Deutschland besteht seit dem Jahr 2006 auf der Alanus Hochschule in Alfter ein offizieller, international akkreditierter akademischer Lehrstuhl für Eurythmie.Die Eurythmie (altgr. eu "gut" rythmos "Rhythmus", also etwa "schöne Bewegung") ist eine expressive Tanzkunst, die Anfang des 20. Jahrhunderts (zwischen 1908 und 1925) in Deutschland und der Schweiz auf Anregung von Rudolf Steiner, dem Begründer der Anthroposophie, entstand. Äußerlich ähnelt sie entfernt dem klassischen Ballett, sie wird aber im Allgemeinen weniger artistisch und körperbetont inszeniert. Eurythmie wird als eigenständige Darstellende Kunst, aber auch als Teil von Bühneninszenierungen betrieben. Kombiniert mit alternativmedizinischem Fachwissen wird sie von Anthroposophen auch therapeutisch angewendet. An Waldorfschulen ist Eurythmie ein reguläres Pflichtfach. In Deutschland besteht seit dem Jahr 2006 auf der Alanus Hochschule in Alfter ein offizieller, international akkreditierter akademischer Lehrstuhl für Eurythmie.Die Eurythmie (altgr. eu "gut" rythmos "Rhythmus", also etwa "schöne Bewegung") ist eine expressive Tanzkunst, die Anfang des 20. Jahrhunderts (zwischen 1908 und 1925) in Deutschland und der Schweiz auf Anregung von Rudolf Steiner, dem Begründer der Anthroposophie, entstand. Äußerlich ähnelt sie entfernt dem klassischen Ballett, sie wird aber im Allgemeinen weniger artistisch und körperbetont inszeniert. Eurythmie wird als eigenständige Darstellende Kunst, aber auch als Teil von Bühneninszenierungen betrieben. Kombiniert mit alternativmedizinischem Fachwissen wird sie von Anthroposophen auch therapeutisch angewendet. An Waldorfschulen ist Eurythmie ein reguläres Pflichtfach. In Deutschland besteht seit dem Jahr 2006 auf der Alanus Hochschule in Alfter ein offizieller, international akkreditierter akademischer Lehrstuhl für Eurythmie.

F

Freie Waldorfschule

Die Waldorfschulen nennen sich „freie Schulen“. Heißt das, dass die Kinder dort antiautoritär erzogen werden?

Nein. Waldorflehrerinnen und -lehrer bauen im Gegenteil in der Unterstufe ein von „liebevoller Autorität“ geprägtes Verhältnis zu ihren Schülern auf. Kinder suchen ihre Grenzen. Nur wenn sie ihre Grenzen von den Erwachsenen erfahren, fühlen sie sich einerseits sicher und erleben sich andererseits als eigene Persönlichkeit. Im Laufe der Schulzeit wandelt sich das Lehrer-Schüler-Verhältnis mit der Entwicklung der Heranwachsenden.

G

Große Klassen

Stimmt es, dass Waldorfschulen immer sehr große Klassen haben?

Das ist von Schule zu Schule verschieden. Aber es ist richtig, dass eine Klasse bis zu 38 Schüler stark sein kann. In vielen Fächern werden die Klassen dann allerdings in zwei oder drei Gruppen geteilt. Kinder, die sich in einem Fach leichter tun, helfen denen, die es schwerer haben. Schülern, die ganz besonders schnell auffassen, geben die Lehrer schwierigere Zusatzaufgaben.

In einer großen Klasse entsteht durch die Vielzahl der unterschiedlichen Persönlichkeiten, Temperamente und Eigenschaften der Kinder über 12 Jahre eine soziale Gemeinschaft, in der die jungen Heranwachsenden aneinander lernen.

H

Heileurythmie

Heileurythmie ist eine spezielle Therapieform aus der Anthroposophischen Medizin, die seit 1921 von Rudolf Steiner unter Mitarbeit von Ita Wegman aus den Bewegungsformen der Eurythmie entwickelt wurde. Es handelt sich um eine Einzel-Therapie, die von anthroposophischen Therapeuten angeleitet wird. Nach einem Urteil des Bundessozialgerichtes der Bundesrepublik Deutschland vom 22. März 2005 (Aktenzeichen B 1 A 1/03 R) können die Kosten für Heileurythmie von den Gesetzlichen Krankenversicherungen erstattet werden. Wenige gesetzliche Krankenkassen haben einen Rahmenvertrag über Integrierte Versorgung mit Anthroposophischer Medizin – etwa mit dem Berufsverband Heileurythmie – abgeschlossen, laut dem die Kosten für Heileurythmie regelmäßig vergütet werden.

I

Informatik

An der Waldorfschule stehen die naturwissenschaftlichen Fächer gleichgewichtig neben allen anderen Unterrichtsfächern. Das Fach Informatik ist fester Bestandteil an der Waldorfschule, wobei die Pädagogen Wert darauf legen, dass sich die Kinder, bevor sie die virtuelle Welt kennen lernen, mit der natürlichen Welt vertraut machen und ihre sozialen und schöpferischen Fähigkeiten an ihr entwickeln. In der Oberstufe ist der Umgang mit der Soft- und Hardware für jeden Waldorfschüler eine Selbstverständlichkeit.

J

Jahresarbeit

Die so genannte Jahresarbeit (auch Acht- bzw. Zwölftklassarbeit) ist Bestandteil des 8. und 12. Schuljahrs an freien Waldorfschulen. Der Sinn einer Jahresarbeit besteht darin, dass sich der Schüler ein Jahr (meist jedoch kürzer) lang intensiv mit einem Thema sowohl praktisch als auch theoretisch und künstlerisch auseinandersetzt. Das Thema ist nicht an belegte Unterrichtsfächer gebunden, sondern kann frei gewählt werden. Die Arbeit eines jeden Schülers wird von einem Mentor betreut. Gegen Ende des Schuljahres stellt jeder Schüler seine Arbeit einem Publikum vor, welches meist in einer Gesprächsrunde auch die Möglichkeit hat, Fragen zu stellen. Für die Zukunft ist geplant, die Beurteilung der Jahresarbeit in das Waldorfabitur einzubinden.

Im Rahmen eines wissenschaftlich begleiteten Forschungsprojekts „Entwicklung neuer Prüfungs- und Beurteilungsformen“ werden zurzeit an Waldorfschulen in Nordrhein-Westfalen (Düsseldorf, Haan-Gruiten, Schloss Hamborn) um wesentliche Elemente erweiterte und verbesserte Verfahren der Jahresarbeit entwickelt. Dabei sind die Durchführung von Kolloquien und das Einbeziehen externer Fachleute von sog. aufnehmenden Institutionen wichtige Elemente.

K

Klassenlehrer

Die Schüler in den ersten acht Schuljahren haben nach Möglichkeit ein und denselben Klassenlehrer. In einer Gemeinschaft, die von Beständigkeit und Rhythmus geprägt ist, können Kinder sich gesund entfalten. Um ihnen darin eine verlässliche Stütze zu sein, begleitet ein Waldorf-Klassenlehrer seine Klasse nach Möglichkeit acht Jahre lang durch den Hauptunterricht, der die ersten beiden Stunden eines Schulvormittags in Form von Epochenunterricht umfasst. Dabei lernt er seine Schüler sehr gut kennen und kann individuell auf ihre Stärken und Schwächen eingehen.

L

Landeselternrat

Eltern der Waldorfschulen sind auf Landesebene im Landeselternrat (LER) zusammengeschlossen. Der Landeselternrat vertritt die Interessen aller Eltern der Waldorfschulen in Nordrhein-Westfalen.

Jede Schule soll in der Regel zwei Eltern delegieren. Einzelne Schulen delegieren darüber hinaus auch ein Mitglied aus dem Kollegium.

Der Sprecherkreis des LER lädt in der Regel zwei Mal pro Jahr zu einer Landeselternratstagung LERT ein. Die Teilnahme an den LER-Tagungen ist für alle Eltern, Lehrern und Schülern offen.

M

Monatsfeier

Etwa ein- bis sechsmal im Jahr finden in Waldorfschulen öffentliche Monatsfeiern statt. Hier zeigen die Schüler aller Klassen, womit sie sich im Unterricht derzeit beschäftigen. Die Monatsfeiern sind Bestandteil des Unterrichts, somit besteht für die Schüler Anwesenheitspflicht.

N

Naturwissenschaften

An der Waldorfschule stehen die naturwissenschaftlichen Fächer gleichgewichtig neben allen anderen Unterrichtsfächern. Das Fach Informatik ist fester Bestandteil an der Waldorfschule, wobei die Pädagogen Wert darauf legen, dass sich die Kinder, bevor sie die virtuelle Welt kennen lernen, mit der natürlichen Welt vertraut machen und ihre sozialen und schöpferischen Fähigkeiten an ihr entwickeln. In der Oberstufe ist der Umgang mit der Soft- und Hardware für jeden Waldorfschüler eine Selbstverständlichkeit.

O

Oberstufe

Die Oberstufenzeit beginnt mit der 9. Klasse. Dann übergibt der Klassenlehrer seine Schüler in die Obhut der Fachlehrer. Während der ganzen Oberstufe werden die Schüler in allen Fächern von Fachlehrern unterrichtet.

Die handwerklichen Fähigkeiten, die sie sich über die gesamte Schulzeit hinweg haben aneignen können, werden von der 8. Klasse an durch mehrere Praktika ergänzt: In einem Landwirtschafts- und einem Forstpraktikum, einem Feldmess-, einem Betriebs- und einem Sozialpraktikum erhalten die Schüler eine ausgesprochen lebensnahe Ausbildungsgrundlage. Dabei liegt der eigentliche Sinn der Praktika nicht in der Berufsfindung, sondern im Erüben sozialer und persönlicher Fähigkeiten.

P

Pentatonische Musik

Als pentatonische oder Fünfton-Musik bezeichnet man aus fünf verschiedenen Tönen bestehende Tonleitern und Tonsysteme und ist in Gesang, Liedgut und Intonation von Musikinstrumenten vieler Völker Afrikas, Amerikas, Asiens und Europas anzutreffen. Pentatonik ist das älteste nachgewiesene Tonsystem, das man etwa aus Funden von bis zu 3700 Jahren alten Knochenflöten mit drei bis vier Grifflöchern erschließt.

Viele Kinderlieder basieren auf der Pentatonik. Auf der Einfachheit und Kindgemäßheit pentatonischer Musik fußen verschiedene Entwürfe und Methoden der Musikpädagogik. In der seit etwa 1900 entstandenen anthroposophischen Waldorfpädagogik spielt eigenes pentatonisches Liedgut und Instrumentarium (etwa Choroiflöten und Kinderharfen) in Kindergarten und Schule eine Rolle.

Q

Qualifizierter Unterricht

Kann ein Lehrer in allen Fächern überhaupt qualifizierten Unterricht erteilen?

Für Lehrer an Waldorfschulen gibt es eine eigene Ausbildung, die in einem Vollzeitstudium oder auch berufsbegleitend auf die besonderen Erfordernisse des Waldorfschulunterrichts vorbereitet. Klassenlehrer begleiten ihre Klasse (1-8) über mehrere Jahre und erteilen jeden Morgen in den ersten beiden Schulstunden den Hauptunterricht – jeweils ein Fach über mehrere Wochen (Epochenunterricht). Nach zwei Stunden Hauptunterricht übernehmen Fachlehrer den Unterricht in Fremdsprachen, Sport, Eurythmie, Musik, Religion und in den handwerklichen Fächern.

In der Unter- und Mittelstufe geht es an der Waldorfschule nicht um die Fülle reinen Fachwissens. Vielmehr liegt der Schwerpunkt darauf, dass die Schüler eine lebendige Beziehung herstellen zu dem, was sie lernen, was sie sind und was sie an der Welt erleben. Auf diese Weise kann Lernen Freude machen – ein Leben lang.

R

Rudolf Steiner

Rudolf Steiner gründete 1919 die erste Waldorfschule in Stuttgart, welche im übrigen eine inklusive Schule war.

Die Idee dazu ging von Emil Molt aus, dem fortschrittlich gesinnten und sozial engagierten Besitzer der Waldorf-Astoria Zigarettenfabrik, der eine Schule für die Kinder seiner Arbeiter einrichten wollte. Inhalt und Methode der Waldorfpädagogik beruhen auf Rudolf Steiners Erkenntnissen über die Gesetzmäßigkeiten der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.

Neben der Pädagogik fanden Rudolf Steiners geisteswissenschaftliche Forschungen auch Eingang in die biologisch-dynamische Landwirtschaft, die Medizin und die Kunst.

S

Schulabschlüsse

In den einzelnen Bundesländern gelten hierzu unterschiedliche Bestimmungen. So gibt es zum Beispiel an den Waldorfschulen des Saarlandes und des Landes Rheinland-Pfalz den Hauptschulabschluss nach der 10. Klasse, den Realschulabschluss nach der 12. und die allgemeine Hochschulreife - das staatliche Abitur - nach der 13. Klasse.

Die eigentliche Waldorfschulzeit endet nach der 12. Klasse mit dem Waldorfschulabschluss. Danach können sich Schüler in einem 13. Schuljahr an der Waldorfschule auf das Abitur vorbereiten.

T

Tag der Offenen Tür

Die meisten Waldorfeinrichtungen bieten einmal im Jahr einen Tag der Offenen Tür an, an dem sich Interessierte eingehend am Ort des Geschehens informieren und ein Bild von der Waldorfpädagogik gewinnen können. Nutzen Sie das Adressverzeichnis der Schulen auf dieser Seite und informieren Sie sich direkt bei der Waldorfschule Ihrer Wahl über den nächsten Termin zum Tag der Offenen Tür.

U

Unterricht

Der Unterricht an einer Waldorfschule ist nicht einseitig auf Wissensvermittlung ausgerichtet. Waldorfschulen wollen verstandesmäßige, kreative, künstlerische, praktische und soziale Fähigkeiten bei den Kindern und Jugendlichen gleichmäßig entwickeln.

Vom ersten Schuljahr an lernen Waldorfschüler zwei Fremdsprachen. Jungen und Mädchen stricken, nähen und schneidern gemeinsam in der Handarbeit und sägen, hämmern und feilen gemeinsam im Werkunterricht.

V

Vorbereitung auf die Abschlüsse

Kommt die Vorbereitung auf die Abschlüsse nicht zu kurz, wenn an der Waldorfschule so viele Praktika stattfinden, wenn Theater gespielt und handwerklich gearbeitet wird?

Es ist richtig, dass diese Aktivitäten zusammen mit dem Lernpensum in manchen Schuljahren eine Doppelbelastung für die Schüler bedeuten. Hier müssen immer wieder individuelle Lösungen gefunden werden.

Tatsächlich liegen die Waldorfschulen aber – was die Abschlüsse angeht – gleichauf mit den staatlichen Regelschulen, meist liegen sie sogar über dem Durchschnitt.

W

Weltanschaulicher Unterricht

Die Kinder an der Waldorfschule werden definitiv nicht weltanschaulich unterrichtet. Die Waldorfschule ist konfessionell nicht gebunden. Zunächst entscheiden die Eltern, welchen Religionsunterricht ihr Kind besucht, später entscheiden die Jugendlichen selbst. Rudolf Steiners geisteswissenschaftliche Erkenntnisse sind zu keinem Zeitpunkt Gegenstand des Unterrichts.

X

Xenophilie

Xenophilie - die Offenheit gegenüber allem Unbekannten und Fremden - wird der Waldorfschule zuweilen abgesprochen. Zu Unrecht, denn Waldorfschulen stehen grundsätzlich allen Kindern offen – unabhängig von Religion, Hautfarbe, Geschlecht und Einkommen der Eltern.

Nach ausführlichen Informationselternabenden findet für jedes Kind ein Aufnahmegespräch an der Schule statt. Auch in höhere Klassen können Schüler als Quereinsteiger aufgenommen werden.

Y

Yggdrasil

Yggdrasil ist in der nordischen Mythologie der Name einer Esche, die als Weltenbaum den gesamten Kosmos verkörpert. Andere Namen dieses Baums waren wohl Mímameiðr oder Læraðr. Die mitteleuropäische Mythologie als Teil der Allgemeinbildung ist Teil des Bildungsschatzes jedes Waldorfabsolventen.

Z

Zensuren

Es gibt an der Waldorfschule in Unter- und Mittelstufe keine Zensuren, Noten und Sitzenbleiben. 

Aber auch wenn Waldorfschulen in der Unter- und Mittelstufe auf Noten verzichten, korrigieren die Lehrer selbstverständlich alle Schülerarbeiten. Sie lassen es aber nicht bei dürren Noten bewenden, sondern formulieren individuelle Beurteilungen. In den Zeugnissen gehen die Lehrer ausführlich auf die Persönlichkeitsentwicklungen und auf die Lernfortschritte ihrer Schüler ein.

Die Waldorfpädagogik richtet sich nach den Entwicklungsphasen der Kinder und der Jugendlichen. Deshalb ist nicht der Wissenstand, sondern die Gesamtentwicklung entscheidend. Von der ersten bis zur zwölften Klasse bleiben die Schüler nach Möglichkeit selbst dann in einer festen Klassengemeinschaft, wenn ihre Leistungen vorübergehend nachlassen. Niemand bleibt sitzen.